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Mittwoch, Juli 27, 2016

Gefahrenherd Facebook – Facebook Betrüger | Wölfe unter Schafen

by / Dienstag, 26 Juni 2012 / 3 Kommentare

facedbook scam

Immer wieder kommen bei Kunden-Beratungsgesprächen zu Marketingmaßnahmen auf Facebook Punkte  wie Seriosität, Spam, Betrug und Kriminalitätsrate auf den Prüfstand. Klar ist, die kostenlosen Plattformen rufen die Wölfe auf den Plan, um in der Schafsherde zu wildern. Betriebswirtschaftlich untermauert gilt im Internet:  Je größer die Schafsherde, desto größer die Abschröpfung. Da Facebook selbstredend die weltweit größte Schafsherde unterhält ist hier natürlich auch das größte Wolfsrudel unterwegs und das Gefahrenpotenzial ist nicht unerheblich für unbedarfte User. Die Plattform hat in Bezug auf Sicherheit einen deutlichen Nachhohlbedarf, wie bereits in diesen Artikel festgestellt. Von den üblichen Marktschreiern mal abgesehen, die eigentlich nur lästig sind, ist die Bandbreite der Betrugsmaschen überwältigend. Extrem hohe Interaktionsrate, Hang zu Selbstdarstellung, menschliche Neugier im Mix mit einem gehörigen Schuss Unerfahrenheit und Halbwissen machen es möglich Malware, Trojaner, Viren und andere Schadprogramme effektiv zu verbreiten. Auch die Abzocke mit im Netz eigentlich kostenlos erhältlichen Services, Programmen, eBooks und Abofallen steht bei den Wölfen hoch im Kurs.

Zu den größten Gefahrenherden bei Facebook gehören :

Gefälschte Facebok-Profile

Mit gefälschten Profilen wird versucht an Informationen der User zu gelangen. Da die meisten Facebook-Nutzer sehr mitteilsam und offenherzig gegenüber ihren „Freunden“ sind, sind die Informationen schnell eingesammelt, wenn das Fake-Profil erst mal dem Freundeskreis angehört. Wie eine Studie der renommierten Barracuda Networks zeigt gilt auch hier: „Sex sells“. Wer hat nicht gerne attraktive Frauen in seiner Freunde-Liste. Die Studie zeigt, 97 Prozent der gefälschten Profile sind weiblich.Bei den echten Konten sind es aber nur 40 Prozent. Dazu kommt dass 2/3 der weiblichen Fake-Profile öffentlich behaupten bisexuell zu sein. Das erscheint dann doch ein wenig hoch ;-). Richtigerweise sind es nur ca. 6 Prozent. Der dritte Knackpunkt ist die Anzahl der Freunde. Echte Facebook-Nutzer haben im Schnitt 150 Freunde, die Fakes dagegen 750. Merke, auch auf Facebook sollte man sich seine Freunde sorgfältig wählen.

Gefälschte Empfehlungen und Einladungen

Empfehlungen und Einladungen sind das perfekte Einfalltor für Schadsoftware. Wenn diese dann auch noch von Freunden kommen ist die Infektionsgefahr oder das Reinfallen auf eine Betrugsmasche besonders groß. Eine betrügerische Facebook-App ist in der Lage, über die Freunde-Liste, sich selbst weiter zu empfehlen. Freunde Empfehlungen sind stark im Kommen. Selbst Google setzt bei seinen letzten Updates immer mehr auf die Power der „Freunde Empfehlungen“.

Gefälschte Fan-Seiten

Warum auch immer, Facebook ermöglicht es für fremde Firmen oder auch Personen sogenannte Fan-Seiten einzurichten. Auf den ersten Blick ist in der Regel nicht wirklich erkennbar wer die Seite eingerichtet hat. Auch der Zweck erschließt sich meist nicht direkt. Die Facebook-Scammer versuchen das natürlich auch zu verschleiern. Lediglich der „werde Fan-Button“ bzw. „Like-Button“ ist immer prominent erreichbar. Ein Klick auf einen gefakten Button kann hier leicht zum Einfallstor für Viren usw. werden. Das perfide ist, solche Seiten kommen oft im Facebook eigenen Look daher und vermitteln auf diese Art Seriosität. Auch gehören keine großartigen Programmierkünste dazu um eine solche Seite zu erstellen. Einfach ideale Voraussetzungen für Betrüger.

Gefälschte Facebook-Mails

Facebook versendet auf Wunsch Benachrichtigungsmails wenn Aktivitäten im Profil stattfinden. Hier setzen die Betrüger an und versenden Spam im gewohnten Facebook-Look. Ein auf den Link in der Mail und der Virus hat im schlimmsten Fall direkt einen neuen Wirt gefunden. Meist führt der Link auf eine verseuchte Seite oder im harmlosen Fall zu einer Spam-Seite. Den Link in einer solchen Mail sollte man sich immer genauer anschauen.

Betrügerischen Facebook Apps

Im Mittelpunkt der Betrugsaktionen stehen meist die angeborenen menschlichen Schwächen. Ein Beispiel ist die die App „Deine letzten Profilbesucher“. Der User, der seine Profilbesucher kennenlernen möchte und die App, natürlich auf Freunde Empfehlung, installiert hat in selben Moment  seine kompletten Profildaten incl. Freunde-Liste an den App-Programmierer weitergegeben, während die App fiktive Besucher meldet. Nicht wirklich ein Mehrwert ;-) Facebook-Apps sind ideale Werkzeuge um Facebook-Würmer zu verbreiten.

Der Hintertür-Trick auch Clickjacking

Ist ebenfalls weit verbreitet. Da die meisten Facebook-Nutzer sich direkt wenn Sie ins Internet gehen bei Facebook einloggen haben die Hacker und Script-Kiddies leichtes Spiel, denn der Surfer ist, auch wenn er auf anderen Seiten surft, bei Facebook eingeloggt. Außer dass sich die Marketing Cookies freuen, freuen sich natürlich auch die Kriminellen. Ein einfacher Script gesteuerter unsichtbarer Layer über scheinbar harmlosem Content genügt. Ein unbedarfter Klick und das Drama nimmt seinen Lauf. Da der User noch bei Facebook eingeloggt ist kann direkt im Hintergrund, im Profil, eine Statusmeldung abgesetzt, illegales gepostet, Chatnachrichten oder Empfehlungen versendet werden. Der Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt. Das direkte Einfangen eines Virus ist natürlich genauso möglich.

 

5 Grundsätzliche Regeln zum Schutz gegen Facebook-Fallen

  1. Niemals unbedacht Klicken. Erst Denken und Verstehen! Dann Klicken (... oder auch nicht)
  2. Berücksichtigen Sie: Nicht überall wo Facebook draufsteht ist Facebook drin. Die Wölfe lauern überall.
  3. Bei „OMG“, Unglaublich und anderen Superlativen sollten die Alarmglocken klingeln.
  4. Niemand, absolut Niemand hat etwas dauerhaft zu verschenken. Es steckt immer eine Geschäftsidee dahinter, die muss zwar nicht zwangsläufig unseriös sein, die Gefahr auf einen Betrüger reinzufallen ist aber bei Lockangeboten extrem groß.
  5. Im Zweifelsfall immer den Vorgang abrechen. Browser mit [X] oder Alt+F4 schließen.

 

Helfen sie aktiv mit gegen Spam und Facebook-Fallen. Nutzen Sie die Melde-Funktion „Als Spam markieren“. Erklären Sie kurz um was es geht. Das hilft nicht immer aber in der Masse sollte es Wirkung zeigen.

3 Kommentare

  • Kommentar-Link Montag, 06 August 2012 20:39 gepostet von OLiver

    Ja, das mit den Facebook Apps ist echt eine Plage, ich hatte neulich einen Virus auf dem Laptop, der irgendwie immer wiederkam, bis ich mal einige Apps auf Facebook rausgenommen hatte.

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  • Kommentar-Link Donnerstag, 28 Juni 2012 18:15 gepostet von Sandra

    Ein eher unschönes Thema sehr schön dargestellt, super! Das macht wieder wach :)
    LG Sandra

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  • Kommentar-Link Donnerstag, 28 Juni 2012 07:50 gepostet von Uwe Hiltmann - Internet-Unternehmensberater

    Hi Arnold,

    danke für diesen interessanten Artikel. Wie im Internet sonst (z. B. bei SPAM-Mails) gilt auch hier: "Augen auf" und "Hirn einschalten", um sich vor den meisten Gefahren zu schützen.

    Beste Grüße
    Uwe

    Melden

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Kommentare

Wichtiges zum Schluss

The Internet? We are not interested in it!

Bill Gates, 1993

Zufriedene Kunden kommen wieder. Begeisterte Kunden bringen ihre Freunde mit.

Prof. Dr. Thomas K. Stauffert

640K ought to be enough for anybody.

Bill Gates, 1981

Je planmäßiger ein Mensch googelt, desto wirksamer vermag ihn die Werbung zu treffen.

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